Ahorn
Es gibt einmal die einheimischen Ahornarten wie Bergahorn, Spitzahorn, Feldahorn (Maßholder) und Burgenahorn (französischer Ahorn). Außerdem gibt es die nordamerikanischen Ahornarten wie Silberahorn und Zuckerahorn, als Schälfurnier unter der Bezeichnung „Vogelaugenahorn“ bekannt. Ahorn ist in ganz Europa verbreitet. Die Bäume sind an ihren drei bis fünflappigen, mehr oder weniger spitzen Blättern zu erkennen. Ahornholz ist mittelschwer, sehr hart, elastisch und biegsam. Es lässt sich gut verarbeiten, färben, beizen und polieren. Ahornholz muss vor Sonne und Regen geschützt gestapelt werden, da es sehr empfindlich ist. Es wird für hochwertigen Möbelbau, Innenausbau, Schäl- und Messerfurniere, Drechslereien, Musikinstrumente, Tischplatten und Holzwaren aller Art verwendet. Wellig gewachsenes Holz bezeichnet man auch als Riegelahorn. Dieses ist sehr beliebt zum herstellen von Möbel und Streichinstrumente.
Birke
Birken (Weißbirke, Hängebirke, Trauerbirken, Haarbirke, Bruchbirke, oder Moorbirke) wachsen in ganz Europa. Sie gehören zu den Splintholzbäumen und sind an ihren weißen Stämmen leicht zu erkennen. Auch das Holz ist weißlich bis goldgelb und schön geflammt. Birkenholz ist mäßig schwer, mittelhart, zäh, biegsam und lässt sich gut bearbeiten. Das Holz wird oft für Möbel, Furniere, Drechselarbeiten und zum Schnitzen verwendet. Die schwedischen Zwergbirken liefern begehrte Maserfurniere. Besonders schön gemaserte Birken aus Nordeuropa bezeichnet man als Flammbirke.
Birnbaum
Die Birnbäume sind in ganz Mitteleuropa und Südeuropa verbreitet. Birnbaum findet sehr vielseitig Verwendung. So ist es zum Beispiel erstklassig für Möbel, Furnierholz, Musikinstrumente, Intarsien, Drechslerarbeiten und Schnitzereien geeignet. Gerade bei Möbel wird die Beliebtheit immer größer.
Buche
Die Buche ist ein Reifholzbaum. Im Radialschnitt erscheinen die Markstrahlen als mattglänzender Spiegel und im Fladerschnit (Auch Tangential-, Brett - oder Sehnenschnitt genannt)als kurze dunkle Striche. Buchenholz ist hart und fest, aber nicht witterungsfest, wenig elastisch, sehr tragfähig (deshalb bei Möbel sehr beliebt), gut beizbar und polierbar, aber schlicht und ausdruckslos. Gedämpft hat es  eine schöne rötlichbraune Farbe, arbeitet weniger und lässt sich gut biegen. Ungedämpft arbeitet das Buchenholz sehr stark und neigt zu Rißbildungen. Buche ist sehr vielseitig verwendbar: Möbel, Tische, Stühle, Couchgestelle, Sperrfurniere, Innenausbau, Fuß- und Parkettböden, sowie im Karosseriebau. Als Schicht- und Pressholz zählt Buchenholz zu den sog. vergüteten Hölzern für Sperrholzformteile. Gerade bei Möbel ist Buche wieder sehr „in“.
Eiche
Eichen haben mächtige Kronen, knorrige Äste und gelappte Blattränder. Bei der Stieleiche oder Sommereiche hängen die Früchte (Eicheln) an langen, bei der Traubeneiche oder Wintereiche an kurzen Stielen. Eichenholz hat einen gelblichbraunen bis lederbraunen Kern, große, sichtbare, ringförmig angeordnete Poren und helle Markstrahlen. An der Luft dunkelt es nach. Der Splint ist schmal und gelblichweiß. Eichenholz ist schwer, hart, biegsam, zäh, dauerhaft, wetterbeständig, gerbsäurehaltig und unter Wasser äußerst haltbar. Eichenholz arbeitet wenig und lässt sich gut beizen. Der Splint ist aber sehr anfällig für Schädlingsbefall. Eisenmetalle verursachen dunkle Verfärbungen. Fünfjähriges Holz ist vorwiegend für Innenausbau, Möbel und Furniere bestimmt. Grobjähriges Holz eignet sich für Bauholz, Fußböden und Parkettböden, Brückenbau und Wasserbau, sowie für Bootsbau und Waggonbau.
Erle
Erlen gehören zur Gattung der Splintholzbäume. Das Holz ist rötlichweiß bis orange und bei der Weisserle oft braunfleckig. Erle ist leicht, weich und biegsam. Es schwindet mäßig und ist unter Wasser sehr dauerhaft. Erlenholz lässt sich gut bearbeiten, beizen und polieren. Es findet Verwendung als Blindholz, Schälfurnier für die Sperrholzherstellung, Möbel, Modellholz usw. Verwendung.
Mooreiche
Das sind Eichen, die sehr lange im Wasser, Moor, Sümpfe gelegen haben. Ihr Holz ist steinhart und sehr dunkel. Die Mooreiche kommt hauptsächlich für hochwertige Möbel, Intarsien und dekorativen Innenausbau in Frage.
Esche
Die Esche ist ein Kernholzbaum mit bräunlichem Kern und breitem, fast weißen Splint. Das Holz ist schwer, hart, zäh, sehr elastisch, wenig schwindend und mäßig gut zu bearbeiten, aber schlecht zu beizen. Es ist ein gutes Holz für Möbel und Furniere (hauptsächlich deutsche, ungarische und türkische Esche), für den Waggonbau, Turn- und Sportgeräte, Drechselarbeiten, sowie für Axt- und Hammerstiele.
Edelkastanie
Die Edelkastanie mit einem gelbbraunen Kern und grauem Splint liefert hartes, festes, und elastisches Holz. Es lässt sich gut bearbeiten und ist witterungsfest. Es wird hauptsächlich im Schiffsbau, Innenausbau und Außenbau, sowie bei Möbel der gehobenen Klasse verwendet.
Kirschbaum
Von den verschiedenen Kirschbaumarten ist das Holz der Waldkirsche und der Süßkirsche am beliebtesten. Der Splint ist gelblich bis rötlich und der Kern goldbraun (zum Teil mit grünen Streifen). Markstrahlen sind deutlich sichtbar. Das Holz ist hart, von feiner, gleichmäßiger Zeichnung, sehr dekorativ (deshalb bei Möbel sehr beliebt), wenig schwindend, gut zu bearbeiten und zu polieren. Kirschbaum ist ein ausgesprochenes Ausstattungsholz für Innenausbau und Möbel, als Furnier und als Massivholz. Es wird auch für Intarsien, Luxusgegenstände (zum Beispiel Möbel der Spitzenklasse), Messergriffe, für kunstgewerbliche Gegenstände und Musikinstrumente verwendet. Gerade bei Möbel erfreut sich Kirschbaum immer größerer Beliebtheit.
Nussbaum (italienisch: Noce)
Es gibt deutschen, französischen, italienischen (Noce: dieser neue Ausdruck bei Möbel), kaukasischen, türkischen, persischen und den amerikanischen Nussbaum. Entsprechend den Herkunftsländern unterscheiden sich bei den einzelnen Arten Farbe und Maserung. Nussbaum ist ein Kernholzbaum mit graubraunem bis dunkelbraunem Kern und grauweißem Splint. Das Holz ist oft gewellt, gestreift, geflammt, matt oder glänzend und vielfach mit schwarzen Adern durchzogen (Nussbaum des Orients). Nussbaumholz ist hart, biegsam, schwindet mäßig und bleibt nach dem Trocknen gut stehen. Es lässt sich gut bearbeiten, glätten und drechseln. Oberflächenbehandlung ist mit allen Mitteln gut möglich, welches bei Möbel sehr ideal ist. Nussbaum ist ein sehr beliebtes Holz für Möbel, Innenausbau, Furniere, Parkettfußböden, Holzschnitzereien und Drechselarbeiten. Besonders begehrt sind Master- und Pyramidenfurniere. Gerade bei Möbel ist Nussbaum als Noce wieder sehr beliebt.
Rüster (Ulme)
Als Rüster bezeichnet man das Holz von Ulmen (Feldulme, Rotulme und die Bergulme), auch Rusten und Effe (nicht der Fußballspieler) genannt. Sie gehören zu den Kernreifholzbäumen. Ulmenholz ist Grobporig, hart, zäh, elastisch, dauerhaft, aber nicht witterungsfest, pilz- und insektenanfällig und schwindet wenig. Es eignet sich für Möbel, Innenausbau, Furniere, Parkett, Treppen, Sportgeräte, sowie für feine Schnitz- und Drechselarbeiten. Sehr gefragt sind auch Maserfurniere ( zum Beispiel bei Möbel) der Ulme wegen ihrer besonders schönen Zeichnung.


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